Willkommen auf unseren Internetseiten

Unser Verein liegt auf der Ruhrhalbinsel im Essener Südosten und ist mit rund 1.900 Mitgliedern einer der größten Sportvereine der Region. Sein Sport- und Freizeitangebot richtet sich an alle Menschen. Sport und aktives Freizeiterleben mit anderen betrachten wir als Voraussetzungen für gesunde Lebensgestaltung und Lebensqualität. Wir bringen Menschen in Bewegung!

> KALENDER: Welche Sport- und Freizeitaktivitäten stattfinden und welche nicht (Daten gepflegt bis zum 28.02.2022)

01.12.2021

Die Dezember-Ausgabe der Vereinszeitschrift ist erschienen!

Die einzelnen Artikel finden Sie auch hier auf der Homepage. Weitere Inhalte sind:
> Das Kursprogramm 2022-1 
Radeltouren 2022
> Termine 2022 "Spazieren gehen" 
Die pdf-Datei der aktuellen Ausgabe der Vereinszeitschrift sowie aller früheren Ausgaben finden Sie hier...!

11.11.2021

Editorial zur Ausgabe "AKTIV.165/12.2021"

Liebe Mitglieder,
brauchen wir eigentlich noch unsere Sportvereine?

Zugegeben: Das ist schon eine provokante Frage. Aber sie hat eine realitätsnahen Hintergrund. Corona hat vieles offengelegt und verändert möglicherweise auch die Sportlandschaft der Zukunft. 
Was hat sich verändert?
Während des Lockdowns habe ich sehr viele sporttreibende Läufer*innen und viele Menschen auf neuen Fahrrädern gesehen. 
Geht doch! Aber auch ohne Verein?
Es gibt viele Studien dazu mit nicht immer deckungsgleichen Ergebnissen. Eines haben die Zahlen aber gemeinsam: Sie belegen, dass der größte Teil der Bevölkerung regelmäßig Sport treibt. Die Menschen sind sportwillig und darüber freuen wir uns. 
Doch enttäuscht sind wir natürlich, wenn wir erfahren, dass nur weniger als 30% von diesen Sporttreibenden das im Rahmen des Vereinssports tun. 
Natürlich hat die Pandemie diesen Trend gefördert, weil ja die Vereine ihre Angebote lange komplett streichen mussten.
Wenn wir ehrlich sind, gibt es die Tendenz zum individuellen Sporttreiben aber schon seit einigen Jahren, denn die Veränderungen des beruflichen und familiären Alltags verlangen den Vereinen mit ihren Sportangeboten viel ab und können sie auch überfordern!
Wie es anders gehen kann, sehen wir bei uns beispielsweise besonders im Kraftgerätetraining: Hier muss sich niemand dafür entscheiden, jede Woche zur gleichen Zeit zu kommen, sondern ein spontaner Entschluss, jetzt sofort zu trainieren, kann (normalerweise) realisiert werden. Flexible Sportmöglichkeiten werden also notwendiger.
Aber das ist, soweit wir es momentan sehen, natürlich nicht in all unseren Sportstunden möglich, da der/die Übungsleiter*in zur optimalen Planung seiner/ihrer Sportstunden gewisse Voraussetzungen erwarten können muss.
Trotzdem müssen wir uns mit diesem Thema auseinandersetzen und Lösungen anbieten. Die Wirklichkeit geht nicht an uns vorbei. 
Es gibt heute schon Online-Plattformen, auf denen man/frau sich registriert und mit dieser hier erworbenen Berechtigung können deutschlandweit Fitnessstudios besucht werden, ohne dort Mitglied werden zu müssen. Erkennbarer Trend ist, dass Sportler*innen sich in vielen Fällen unabhängig von Anbietern, Verträgen, Ort und Zeit machen wollen. Sie lassen sich nicht vorgeben, wann, wo sie welchen Sport mit wem treiben.

Wir wissen jedoch, warum wir im Verein Sport treiben: weil, wie es vor Jahren schon als Slogan auf Plakaten zu lesen war, „Sport im Verein am schönsten ist“.
Während des Lockdowns und besonders nach der Wiedereröffnung haben uns viele mitgeteilt, wie sehr sie sich freuen, sich wieder mit anderen zusammen „zu quälen“.
Da wird deutlich, was der Verein leistet. Es geht nicht nur darum, sich fit und gesund zu halten, sondern der soziale Aspekt des Miteinander spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle.
Wir legen deshalb viel Wert auf ein gutes Verhältnis der Mitarbeitenden und Stundenteilnehmer*innen untereinander. So gibt es neben den Übungsstunden unzählige „Wohlfühlangebote“ und viele außersportliche Termine, an denen auch die teilnehmen können/sollen, die vielleicht nicht mehr in der Lage sind, aktiv Sport zu treiben. 
Das ist Verein: gemeinsam etwas bewegen – gemeinsam sich bewegen.
Und trotz aller Veränderungen wollen wir das auch zukünftig erhalten und fördern.
Doch welche Aufgabe erfüllt der Sportverein in Zukunft?
Der Sportverein ist Mitgestalter des öffentlichen Raumes, des öffentlichen Interesses. Er muss, mehr noch als bisher, schneller mit neuen gesellschaftlichen Entwicklungen mitwachsen. Er muss ständig hinterfragen, was am bisher verfolgten Konzept der Sportkultur mit eigenen Vereinsheimen, festen Übungsstunden und Langzeitmitgliedschaften optimiert werden muss. Mehr denn je wird erwartet, dass der Sport dahin geht, wo die Menschen sind und nicht umgekehrt. 

Sport spielt auch als Standortfaktor eine größere Rolle. Er sorgt für die Bewohner des Stadtteils für Freizeitangebote – aber eben nicht nur im Sport. Zudem schafft er Gemeinschaft und vermittelt Werte des Zusammenlebens. Das ist auch unser Angebot an neue Burgaltendorfer Bürger*innen, die wir vermehrt erreichen wollen.

Es kommen also große Anforderungen auf die Sportlandschaft zu: Freizeit-Trends entstehen in Nischenbereichen außerhalb des organisierten Sports, die Arbeitswelt ändert sich und verlangt  Flexibilität der Sportangebote hinsichtlich Zeit/Ort/ Organisationsform, die Digitalisierung erfasst alle Lebensbereiche, die sozialen Medien werden -trotz ihrer momentan mal wieder sehr umstrittenen Kultur- eine größere Rolle bei der Schaffung von Angeboten und dem Zusammenbringen von Menschen übernehmen. Auch hier ist der TVE mit einem neuen Team am Ball.
Zudem müssen sich unsere Ressourcen wie Sporthalle, Sportgeräte, Vereinsheime, Kursleiter/innen an Neuerungen anpassen.
Mehr Übungsleiter*innen und Ehrenamtliche werden gebraucht. (Habt ihr euch einmal gefragt, ob ihr nicht mitarbeiten wollt? Keine Angst: Niemand wird ins kalte Wasser geworfen!)
Wir werden viel Zeit investieren müssen, um unsere Aufgaben und Ziele analysieren und  realisieren zu können.
Kurzum: Es bleibt spannend im Verein, den ich aber trotz aller Anforderungen für zukunftsfähig halte, wenn er das Bewährte erhalten und optimieren kann und offen für Neues ist.
Eckhard Spengler (Vorsitzender)

ÜBRIGENS: Wie halten wir es mit der Schreib- und Sprechweise von "AKTIV PUNKT", unserem Sport-, Freizeit- und Gesundheits-Treff, sowie von "AKTIV.", unserer Vereinszeitschrift?

 Wir haben mit unserem neuen Namen für die Vereinszeitschrift („AKTIV.“) allgemeine Unsicherheit über die Sprechweise verbreitet, insbesondere im Zusammenhang mit dem Namen unseres Sport-, Freizeit- und Gesundheits-Treff.
So wollen wir es praktizieren:
Schreibweisen                                                                                             
 der „AKTIV PUNKT“ (Sport-, Freizeit- und Gesundheits-Treff)           die „AKTIV.“ (Vereinszeitschrift) 
Sprechweisen:
der AKTIV PUNKT
die  AKTIV  (Der Punkt hat nur grafische Bedeutung und wird nicht gesprochen.)
 

06.11.2021

Stephan dankt für die vielen Genesungs- und Glückwünsche und lässt uns teilhaben an seinem derzeitigen Leben.

When your day is long
And the night, the night is yours alone
When you're sure you've had enough
Of this life, well hang on

Wenn Dein Tag lang ist
Und die Nacht, die Nacht nur Dir allein gehört
Und Du Dir sicher bist, genug von diesem Leben gehabt zu haben
Halte durch

(Erste Zeilen aus dem Lied “Everybody Hurts” der amerikanischen Rockband R.E.M.)

Ein Jahr…

… ist es nun her, dass ich aus dem TVE Büro auf direktem Wege mit Symptomen eines Schlaganfalls in einem Rettungswagen ins Uniklinikum Essen transportiert wurde. Die Vermutung, dass es sich um einen Schlaganfall gehandelt hat, konnte nicht bestätigt werden. Allerdings wurde in Folge weiterer Untersuchungen festgestellt, dass die im November 2015 bei mir festgestellte CML (Chronisch Myeloische Leukämie), die bis zum November 2020 relativ gut medikamentös behandelbar war, sich verändert hatte.
Die CML ist üblicherweise eine Blutkrebsform, die Veränderungen bei der Neubildung von Leukozyten hervorruft, was wiederum dazu führt, dass die neugebildeten Zellen im Übermaß produziert werden, dann aber nicht mehr funktionstüchtig sind. Leukozyten im Blut sind für die Immunabwehr zuständig.

Die im November 2020 festgestellte Veränderung meiner CML bestand nun darin, dass die Produktion der veränderten Leukozyten nicht mehr nur im Blut stattgefunden hat, wo sie durch Medikamente unterdrückt werden konnte, sondern – wie auch immer – zusätzlich ins Liquor gelangt sind. Das Liquor ist eine Flüssigkeit, die das Rückenmark sowie den Kopf zwischen Hirnhaut und Gehirn umspült. Es befanden sich also nun in extrem großer Zahl fehlgebildete Zellen in einem Bereich meines Körpers, wo sie 1. normalerweise nicht hingehören, 2. normalerweise überhaupt nicht hingelangen können und 3. in der Folge massiven Schaden in Form von Entzündungen an der Hirnhaut sowie im Magen-Darm-Bereich hervorgerufen haben.

Es kam in der Folge zu weiteren Entzündungen vieler innerer Organe sowie letztendlich zu einem Multiorganversagen, was eine mehrwöchige (intensiv)-stationäre Behandlung mit mehreren Chemo- und anderen Therapien erforderlich machte, um mein Leben zu retten und schließlich um die Weihnachtszeit 2020 dazu geführt hat, dass ALLE inneren Organe Ihre Arbeit in meinem Körper selbstständig wieder aufnehmen konnten und so gut wie KEINE bleibenden Schäden zurückgeblieben sind. Mein Zustand stabilisierte sich in der Folge erstaunlich schnell, so dass ich Mitte Januar 2021 in eine Rehabilitationsklinik im wahrsten Sinne des Wortes „gehen“ konnte, was bis Mitte Februar zu einer weiteren Stabilisierung der Gesamtsituation geführt hat.

In der ersten Januarhälfte 2021 wurde ich darüber aufgeklärt, was eine „Stammzellentransplantation“ ist, was dabei passiert und welche Folgen und Risiken damit verbunden sein können. Aber auch welche Vorteile und Chancen sich aus einer erfolgreichen Behandlung ergeben könnten, nämlich möglicherweise die komplette Heilung der Erkrankung.

Ich entschied mich Mitte Januar 2021 bewusst dazu, eine solche Stammzellentransplantation im Uniklinikum Essen durchführen zu lassen, was dann am 11.03.2021 tatsächlich geschehen ist. Die detaillierte Beschreibung der Umstände der Behandlung führt an dieser Stelle zu weit. Als Ergebnis bleibt aber festzuhalten, dass die Stammzellentransplantation mit Zellen eines Fremdspenders unter hochprofessionellen Rahmenbedingungen im Uniklinikum Essen erfolgt ist, so dass ich ca. vier Wochen später nach Hause entlassen werden konnte. Seitdem erfolgt eine ambulante Nachsorge.

Regelmäßige Blut- und Liquorkontrollen und die Einnahme vieler Medikamente sowie die Begleitumstände und Folgen der Stammzellentransplantation mit allen Höhen und Tiefen bestimmen seitdem in großem Maße mein Leben. Aber ich lebe derzeit zu Hause in Burgaltendorf bei meiner Familie, der ich für die Unterstützung in dieser generell schwierigen Zeit unendlich dankbar bin.
Ebenso möchte ich an dieser Stelle dem gesamten TVE und all denjenigen danken, die in dieser Zeit an mich gedacht und mir unzählige Genesungs- und Glückwünsche auf vielfältigste Weise haben zukommen lassen. Diese Unterstützung hat mir massiv geholfen, das letzte Jahr zu durchleben.

Wann ich wieder für den TVE aktiv werden kann, ist derzeit leider nicht vorhersehbar. Ich hoffe bald, aber der Weg dahin ist lang und teilweise sehr beschwerlich. Aber ich lebe tagtäglich nach dem zu Beginn dieses Textes zitierten Motto, das Michael Stipe, Sänger von R.E.M., so trefflich zu Gehör bringt: halte durch! Dank der Unterstützung durch so viele Menschen wie Euch.

Und somit bleibt mir zum Schluss, Euch eine frohe und glückliche und hoffentlich gesunde Advents- und Weihnachtszeit zu wünschen.

Haltet durch und bis bald beim TVE!

Stephan Semmerling
(Sportleiter des TVE Burgaltendorf)

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