Reha-Sport

(anerkannt und zertifiziert)

Das Zertifikat für Rehabilitationssportgruppen wird für spezielle Sportangebote unter fachkundiger Anleitung vergeben. Die Übungsstunden sind zielgerichtet konzipiert und für jeden Teilnehmer/jede Teilnehmerin individuell zusammengestellt. Der Reha-Sport ist die letzte Stufe der Rehabilitationskette nach Operation/Chemo-Therapie, Kur und Physiotherapie.

Herzsport Gruppe A für Frauen u. Männer mit Herzerkrankung

AKTIV PUNKT, Holteyer Str. 29
dienstags, 18.00 - 19.00 h
Ltg: Monika Gwosdz (Übungsleiterin Herzpsort) und Dr. Shivamurthy oder Dr. Lüttgens

Herzsport Gruppe B für Frauen u. Männer mit Herzerkrankung

Sporthalle Auf dem Loh
donnerstags, 18.30 - 19.30 h
Ltg: Monika Gwosdz (Übungsleiterin) und Dr. Lotz-Hardegen

Sport in der Krebsnachsorge für Frauen u. Männer mit oder nach Krebserkrankung

AKTIV PUNKT, Holteyer Str. 29
dienstags, 17.00 - 18.00 h
Ltg: Monika Spengler (Übungsleiterin Krebsnachsorge)


Was ist zu tun?

 

1. Erkundigen Sie sich im TVE-Büro (Tel. 0201/570397), ob für die von Ihnen gewünschte REHA-Sportgruppe eine Warteliste besteht.
2. Sprechen Sie Ihren Arzt an und lassen sich das Formular "Antrag auf Kostenübernahme - Ärztliche Verordnung für Rehabilitationssport/Funktionstraining (Muster 56)" ausfüllen.
3. Leiten Sie das ausgefüllte Formular Ihrer Krankenkasse zu und lassen Sie sich die Verordnung genehmigen.
4. Kommen Sie mit der genehmigten Verordnung und einem eventuellen Begleitschreiben der Krankenkasse  ins TVE-Büro im AKTIV PUNKT (Holteyer Str. 29) und besprechen Sie alles weitere (Mitgliedschaft, Trainingsbeginn etc.) Haben Sie keine genehmigte Verordnung, können Sie ebenfalls am Reha-Sport teilnehmen; wurde die Verordnung nicht verlängert, können Sie weiterhin in Ihrer Reha-Gruppe Sport treiben.
5. Der TVE legt für Sie eine Akte an, die u.a. die ärztliche Verordnung, das Formular "Teilnahmebestätigung" , in das Sie später jede wahrgenommene Sportstunde eintragen und durch Unterschrift bestätigen sowie - beim Herzsport - eine Pulskarte.
 

Muss ich TVE-Mitglied werden?

Das müssen Sie mit gültiger Verordnung nicht: WIR freuen uns aber über jedes neue Mitglied und SIE profitieren von weiteren Leistungen des Vereins, die für Mitglieder kostenlos oder im Preis deutlich reduziert sind (z.B. Teilnahme an Freizeitaktivitäten, an Kursangeboten) bzw. nur für Mitglieder zugänglich sind (z.B. Teilnahme am gesundheitsorientierten Kraftgerätetraining mit individueller Betreuung.). Ohne gültige Verordnung, d.h. ohne KV-Leistung, ist eine Mitgliedschaft zwingend erforderlich.
 

Im Fall der Mitgliedschaft: 

Der Vereinsbeitrag beträgt 5,75 €/Monat. Dazu kommt für Mitglieder ohne Verordnung der Sportgruppenbeitrag, der
- beim Herzsport 10,00 €/Monat beträgt (Die Sportgruppenmitgliedschaft ist zum 30.06. und 31.12. kündbar.), 
- beim Sport in der Krebsnachsorge 3,00 €/Monat (Die Sportgruppenmitgliedschaft ist zum 30.06. und 31.12. kündbar.)
  beträgt
  bzw. bei Mitgliedern mit Verordnung ein freiwilliger Sportgruppenbeitrag zur Deckung der fixen Personalkosten, der
- beim Herzsport 3,75 €/Monat
- beim Sport in der Krebsnachsorge 0,00 €/Monat
  beträgt.

Einmalig fällt bei der Aufnahme in den Verein eine Aufnahmegebühr i.H.v. 8,00 € an.
 

Wo ist der Unterschied zwischen einer Teilnahme mit und ohne Verordnung?

Bei einer Teilnahme mit einer ärztlichen Verordnung übernimmt die Kranken- oder Rentenversicherung die Kosten, die der TVE direkt mit Ihrer Krankenkasse abrechnet. Privat Versicherte erhalten vom TVE eine Rechnung, die diese ihrer Versicherung zum Zwecke der Erstattung einreichen.
 

Fragen?
Kontaktieren Sie das TVE-Büro (Telefon 0201/570397) oder kommen Sie vorbei (AKTIV PUNKT, Holteyer Str. 29). Dort ist auch ein Flyer erhältlich.
 

Hier können Sie TVE-Mitglied werden:
 

Antrag auf Aufnahme in den Verein


oder über www.tve-burgaltendorf.de, dort: Anträge & Anmeldungen online".
 


HERZSPORT

Was ist eine Herzsportgruppe?

Die Herzsportgruppe am Wohnort ist eine Gruppe von Patienten mit koronarer oder einen anderen Herzkrankheit. Eine solche Gruppe trifft sich unter der Leitung eines speziell ausgebildeten Übungsleiters und eines kardiologisch erfahrenen Arztes regelmäßig, zumeist einmal wöchentlich, um gemeinsam durch Bewegungstherapie, Entspannungsübungen, Gruppengesprächen und andere Maßnahmen (z.B. Ernährungsberatung) die Reduzierung der cardiovaskulären bzw. Herz-Kreislauf-Risikofaktoren anzustreben.

 

Bewegungstherapie als wesentlicher Bestandteil ist dabei die ärztlich verordnete, dosierte, der Leistungseinschränkung des Patienten individuell angepasste und ärztlich überwachte körperliche Aktivität. Die Verantwortung für die gesamte Therapie jedes Teilnehmers liegt beim behandelten Arzt. Es wird nach Grad der Belastbarkeit unterschieden:

·  Trainingsgruppe: Belastbarkeit mindestens 75 Watt oder besser 1 Watt/kg Körpergewicht.

·  Übungsgruppe: Belastbarkeit weniger als 75 Watt oder besser weniger als 1 Watt/kg Körpergewicht.

·  Gemischte Gruppe: Es werden aus psychologischen, didaktischen oder medizinischen Gründen alle Patienten und Patientinnen in einer Gruppe zusammengefasst. Gehören Sie zu den Patienten/Patientinnen, denen der Hausarzt/die Hausärztin die Teilnahme in einer Herzgruppe verordnen sollte?

 

1. Patienten mit koronarer Herzerkrankung mit stabiler Angina pectoris nach Herzinfarkt und Reinfarkt nach Bypassoperation nach Ballondilatation, der sog. "perkutanen transluminalen coronaren Angioplastie" (PTCA)

2. Patienten mit Herzfehlern und Herzklappenfehlern, insbesondere nach operativer Korrektur

3. Patienten nach Herztransplantation

4. Patienten nach Myocarditis

5. Patienten mit Kardiomyopathien (KM)

6. Patienten nach Schrittmacherimplantation

7. Patienten mit implantiertem Defibrillator

8. Patienten mit ausgesprochen funktionellen Herz-Kreislauf-Störungen, z. B. dem hyperkinetischen Herzsyndrom

 

An medizinischen Unterlagen, die nicht älter als drei Monate sein dürfen, sind erforderlich:

Ärztlicher Untersuchungsbefund

Ergometerbelastung

Bestimmung der linksventrikulären Funktion, z. B. Echo Bei Herzpatienten mit Anschluss-Heilbehandlung oder nach regulärer Heilmaßnahme: der Bericht der Rehabilitationsklinik

 

So sieht z. B. die Verordnung des Hausarztes aus:

 

Rezept: Teilnahme in einer Herzgruppe (Trainings-/ Übungsgruppe) für sechs Monate;

 

Diagnose: Zustand nach Myokard-Infarkt.

 

Der Patient legt das rosa Formular (Muster 56) zur Genehmigung bei der Krankenkasse vor.  

 

Was geschieht in einer Herzgruppe? 

"Wer rastet - der rostet" - Die Mitglieder einer Herzgruppe treffen sich in der Regel einmal in der Woche zum gesundheitsorientierten Sport, zu Spielen und Gesprächen. Bei Sport und Spiel geht es jedoch nicht darum, Höchstleistungen zu erreichen. Vielmehr wird den Teilnehmern in der Herzgruppe die Möglichkeit gegeben, an ihrem Wohnort die in der Rehabilitationsklinik erlernte Bewegungstherapie fortzusetzen. Dabei soll sich jeder so viel belasten, wie es sein Gesundheitszustand erlaubt und vom Arzt/von der Ärztin und Übungsleiter/-in für Herz und Kreislauf für notwendig gehalten wird.

 

Durch die richtig dosierte Bewegung werden Herz und Kreislauf trainiert. Ein trainiertes Herz strengt sich weniger an bei den Belastungen im Beruf, beim Treppen steigen oder zum Beispiel beim Tragen von Einkaufstaschen. Auch ist ein trainiertes Herz gegenüber Rhythmusstörungen widerstandsfähiger. Die Gefahr, dass Sie sich bei Sport uns Spiel in der Herzgruppe überfordern, besteht praktisch nicht. Dafür sorgen Ihr Hausarzt, der Übungsleiter/die Übungsleiterin und der Herzgruppenarzt/die -ärztin. Ein Defibrillator ist immer griffbereit.

 

Warum lohnt sich die Teilnahme an einer Herzgruppe?

 

Mitgliedern einer Herzgruppe fällt es leichter, gesund zu leben, als Herzpatienten, die keiner Gruppe angehören. Das beweist eine an der Universität Heidelberg durchgeführte Studie: Die zu Herzkrankheiten führenden Risikofaktoren wie z. B. Rauchen, zu hohe Blutfette, Übergewicht und Bluthochdruck werden in der Gruppe besser und auf Dauer abgebaut. Die Berliner KHK- Studie zeigt, dass die Sterblichkeit und Reinfarkthäufigkeit bei Teilnehmern einer Herzgruppe deutlich niedriger ist, als bei Patienten, die nicht in einer Herzgruppe mitgemacht haben.

 

In der Herzgruppe lernen Sie, Ihre Belastungsfähigkeit richtig einschätzen und Sie blicken wieder hoffnungsvoller in die Zukunft. Für viele Herzgruppenmitglieder sind die Gespräche mit den Teilnehmern und Teilnehmerinnen interessant, die schon länger der Gruppe angehören. Es werden Erfahrungen ausgetauscht, die Ihnen helfen, Probleme zu lösen. Darüber hinaus entstehen in der Gruppe häufig neue Freundschaften, in die auch die Lebenspartner mit einbezogen werden.

 

Zu den Angeboten der Herzgruppen gehören vielfach auch Entspannungstechniken und Ernährungsberatung. Es werden Fragen zu beruflichen, familiären oder medizinischen Problemen beantwortet. Daneben bieten zahlreiche Gruppen - überwiegend von Mitgliedern selbst organisierte - Veranstaltungen wie: Besichtigungen, Wanderungen, Tanzfeste, Theaterbesuche und sogar Wander- und Skilanglauf-Urlaube. Daran sollen natürlich auch die Lebenspartner/-innen teilnehmen.

 

Quellen: "Wegweiser" und "Mach mit - bleib fit" - DGPR in Zusammenarbeit mit Schwarz- Pharma AG; "Die Herzgruppe am Wohnort" LAG Hamburg und LV Rheinland-Pfalz


SPORT IN DER KREBSNACHSORGE
 

Das Angebot "Sport in der Krebsnachsorge" soll mehr sein als gemeinsam Sport zu treiben. Es soll Betroffenen den Weg zur Wiedererlangung an Lebensqualität ebnen und Körper, Geist und Seele wieder in Einklang bringen.

Einige Gründe, Sport nach einer Krebserkrankung zu treiben:

- Verringerung oder Aufhebung von Bewegungseinschränkungen
- Ermutigung finden, Gesundheit zu erlernen und dadurch positiv die Krankheit zu beeinflussen
- Förderung der Wahrnehmung, sich in seinem Körper wieder richtig zu hause zu fühlen
- Stärkung von Herz-Kreislauf und Immunsystem
- Hilfe in der Krankheitsbewältigung, also Hilfe zur Selbsthilfe
- Rückgewinnung von Körper- und Selbstbewusstsein und Leistungsfähigkeit
- Steigerung der Kompetenzen den Alltag und Beruf wieder gut zu bewältigen



Quelle: Sport in der Krebsnachsorge, Landessportbund NRW